
Cannabis Lexikon
Lux beschreibt, wie hell Licht auf einer Fläche für das menschliche Auge wirkt. Für Cannabis ist der Wert nur begrenzt aussagekräftig, weil Pflanzen Licht nicht nach menschlicher Helligkeit nutzen.
Warum Lux im Indoor Grow nur ein grober Orientierungswert ist und weshalb PPFD, PAR, PPF, DLI, Spektrum und Lichtverteilung wichtiger sind.
Definition
Lux, abgekürzt lx, ist die Einheit der Beleuchtungsstärke. Sie beschreibt, wie viel sichtbares Licht auf einer Fläche ankommt. Für Pflanzenlicht ist Lux nur eingeschränkt geeignet, weil die Einheit nach menschlicher Augenempfindlichkeit gewichtet wird.
Lux: zeigt, wie hell Licht auf einer Fläche für Menschen wirkt.
Lumen: beschreibt, wie viel sichtbares Licht eine Lampe insgesamt abstrahlt.
PPFD: zeigt, wie viele pflanzenrelevante Photonen auf dem Canopy ankommen.
DLI: verbindet Lichtintensität und Lichtdauer zur täglichen Lichtmenge.
In diesem Beitrag
Lux gehört zu den bekanntesten Lichtwerten, ist für den Cannabis-Anbau aber nur begrenzt aussagekräftig. Die Einheit beschreibt, wie hell Licht auf einer Fläche für das menschliche Auge wirkt. Pflanzen bewerten Licht jedoch nicht nach menschlicher Helligkeit, sondern nach nutzbaren Photonen.
Für Cannabis sind deshalb PPFD, PAR, PPF und DLI deutlich wichtigere Kennzahlen. Sie beschreiben besser, wie viel pflanzenrelevantes Licht tatsächlich auf der Blattoberfläche oder im Canopy ankommt.
Lux kann als grober Orientierungswert helfen. Für eine saubere Lichtplanung im Grow reicht Lux allein aber nicht aus.
Praxis-Hinweis
Lux kann helfen, Helligkeitsunterschiede zu erkennen. Für echte Pflanzenlicht-Bewertung sind PPFD, DLI, Spektrum, PPFD-Map und Pflanzenreaktion deutlich wichtiger.
Lux, abgekürzt lx, ist die Einheit der Beleuchtungsstärke. Sie beschreibt, wie viel Lichtstrom auf einer Fläche ankommt.
1 Lux = 1 Lumen pro Quadratmeter
Das klingt zunächst nützlich. Das Problem liegt aber darin, dass Lux eine photometrische Größe ist. Sie orientiert sich daran, wie hell Licht für Menschen erscheint.
Das menschliche Auge reagiert besonders stark auf grün-gelbe Lichtanteile. Pflanzen nutzen Licht dagegen für Photosynthese, Photorezeptoren und Entwicklungsprozesse. Eine Lampe kann für Menschen sehr hell wirken und trotzdem nicht die beste Pflanzenwirkung haben.
Lumen beschreibt, wie viel sichtbares Licht eine Lampe insgesamt abstrahlt. Lux beschreibt, wie viel davon auf einer bestimmten Fläche ankommt.
Eine Lampe kann viele Lumen erzeugen.
Wenn sie weit entfernt hängt, kommt auf der Pflanze weniger Lux an.
Wenn sie näher hängt, steigt der Lux-Wert auf der Fläche.
Für Menschen ist das hilfreich. Für Cannabis bleibt es aber unvollständig, weil weder Lumen noch Lux direkt messen, wie viele photosynthetisch nutzbare Photonen die Pflanze bekommt.
Cannabis wächst nicht nach menschlichem Helligkeitseindruck. Entscheidend ist, wie viele Photonen im photosynthetisch aktiven Bereich auf die Pflanze treffen.
Lux bewertet Licht nach Augenempfindlichkeit. Das führt besonders bei LED Grow Lampen zu Verzerrungen, weil LEDs sehr unterschiedliche Spektren haben können. Zwei Lampen können denselben Lux-Wert anzeigen, aber völlig unterschiedliche Mengen an pflanzenrelevantem Licht liefern.
Lux misst Helligkeit für Menschen. PPFD misst Lichtwirkung für Pflanzen deutlich besser.
PAR steht für Photosynthetically Active Radiation. Gemeint ist der Lichtbereich von ungefähr 400 bis 700 Nanometern, den Pflanzen für die Photosynthese nutzen können.
blaues Licht
grünes Licht
gelbes Licht
oranges Licht
rotes Licht
PAR ist kein einzelner Messwert, sondern ein Spektralbereich. Für die Praxis werden daraus Werte wie PPF, PPFD und DLI abgeleitet.
PPFD steht für Photosynthetic Photon Flux Density. Der Wert beschreibt, wie viele photosynthetisch aktive Photonen pro Quadratmeter und Sekunde auf einer Fläche ankommen. Die Einheit lautet:
µmol/m²/s
Für Cannabis ist PPFD eine der wichtigsten Lichtkennzahlen. Sie zeigt, wie viel nutzbares Licht wirklich auf dem Canopy landet.
Während Lux fragt: Wie hell wirkt es für Menschen? PPFD fragt: Wie viele nutzbare Photonen treffen die Pflanze?
Für Grower*innen ist die zweite Frage entscheidender.
PPF steht für Photosynthetic Photon Flux. Der Wert beschreibt, wie viele photosynthetisch aktive Photonen eine Lampe insgesamt pro Sekunde erzeugt. Die Einheit lautet:
µmol/s
PPF beschreibt also die Pflanzenlichtleistung der Lampe. Er sagt aber noch nicht, wie gut dieses Licht auf der Fläche verteilt wird. Eine Lampe kann viel PPF haben, aber durch schlechte Bauform oder falschen Abstand trotzdem ungleichmäßige PPFD-Werte erzeugen.
Darum ist eine PPFD-Map so wichtig. Sie zeigt, wie viel Licht an verschiedenen Stellen der Growfläche ankommt.
DLI steht für Daily Light Integral. Der Wert beschreibt, wie viel photosynthetisch aktives Licht eine Pflanze über einen ganzen Tag erhält. Die Einheit lautet:
mol/m²/Tag
DLI verbindet Lichtintensität und Lichtdauer. Eine Pflanze bekommt nicht nur einen Momentwert wie PPFD, sondern eine tägliche Gesamtdosis.
Das ist besonders wichtig, weil der Lichtzyklus direkt mit dem DLI zusammenhängt. Je länger die Lampe bei gleicher PPFD läuft, desto höher wird die tägliche Lichtmenge.
Sämlinge brauchen weniger DLI
die Vegetationsphase braucht mehr Licht
die Blütephase kann hohe Lichtmengen nutzen
Autoflowers können durch längere Lichtzyklen schnell hohe DLI-Werte erreichen
zu hoher DLI kann bei schlechtem Klima Stress auslösen
Lux und PPFD können beide Licht auf einer Fläche beschreiben, aber sie messen völlig unterschiedlich.
Lux: gewichtet Licht nach menschlichem Sehen.
PPFD: zählt pflanzenrelevante Photonen im PAR-Bereich.
Darum kann eine Lampe mit hohem Lux-Wert für Pflanzen weniger sinnvoll sein als eine Lampe mit niedrigerem Lux-Wert, aber besserem Spektrum und höherer PPFD.
Besonders bei LEDs ist der Unterschied wichtig. Moderne LEDs können sehr unterschiedliche spektrale Zusammensetzungen haben. Luxmeter können diese Unterschiede nicht sauber pflanzenphysiologisch bewerten.
Lux ist nicht völlig wertlos. Es kann im Grow-Alltag helfen, grobe Unterschiede zu erkennen, wenn die Lichtquellen ein ähnliches Spektrum haben.
Mitte und Rand der Fläche grob zu vergleichen
Lampenabstand grob zu kontrollieren
Helligkeitsunterschiede im Canopy zu erkennen
ähnliche weiße LEDs miteinander zu vergleichen
Veränderungen nach Dimmung oder Höhenanpassung zu verfolgen
Lux wird problematisch, sobald unterschiedliche Spektren verglichen werden. Eine HPS-Lampe, eine Blurple-LED und eine moderne Vollspektrum-LED lassen sich über Lux nicht sinnvoll exakt vergleichen.
Ein Luxmeter ist günstig und einfach zu bedienen. Für erste Orientierung kann es hilfreich sein. Es ersetzt aber keinen PAR-Sensor.
Ein Luxmeter misst nach menschlicher Helligkeit. Ein PAR- oder Quantum-Sensor misst die pflanzenrelevanten Photonen. Für präzise Lichtplanung, besonders bei hochwertigen LED-Setups, ist ein PPFD-Messgerät deutlich besser.
Ein Luxmeter kann zeigen, wo es heller oder dunkler ist. Es sagt aber nicht zuverlässig, wie viel nutzbares Pflanzenlicht wirklich ankommt.
Viele Smartphone-Apps können Lux-Werte schätzen. Diese Werte sind noch gröber als bei echten Luxmetern, weil Smartphone-Kameras und Sensoren nicht für Pflanzenlichtmessung gebaut sind.
vorher/nachher
links/rechts
Mitte/Rand
näher/weiter weg
dimmen/volle Leistung
Für genaue Aussagen zu Cannabis-Licht sind Smartphone-Luxwerte aber zu unsicher.
Für Cannabis sind mehrere Werte gemeinsam wichtig:
PPF: zeigt, wie viel Pflanzenlicht die Lampe erzeugt.
PPFD: zeigt, wie viel davon auf der Fläche ankommt.
DLI: zeigt, wie viel Licht die Pflanze pro Tag bekommt.
µmol/J: zeigt, wie effizient die Lampe Strom in Photonen umwandelt.
Spektrum: zeigt, welche Wellenlängen vorhanden sind.
PPFD-Map: zeigt, wie gleichmäßig die Fläche ausgeleuchtet wird.
Lux ist dagegen nur ein grober Nebenwert.
Nach der Keimung brauchen junge Pflanzen keine extreme Lichtintensität. Sämlinge besitzen wenig Blattfläche, ein kleines Wurzelsystem und reagieren empfindlich auf Stress.
Zu wenig Licht führt zu Etiolation, also starkem Strecken. Zu viel Licht kann junge Pflanzen überfordern und Light Burn begünstigen.
sanftes Licht
stabile Luftfeuchtigkeit
passende Temperatur
keine Hotspots
moderater Abstand zur Lampe
langsame Gewöhnung an stärkere Intensität
Sämlinge brauchen kein Maximum, sondern Stabilität.
In der Vegetationsphase steigt der Lichtbedarf. Die Pflanze bildet Blätter, Triebe, Wurzeln und Struktur. Licht beeinflusst Internodien, Seitentriebe, Blattmasse und allgemeine Vitalität.
ausreichend PPFD
gute Lichtverteilung
kontrollierter DLI
passende Dimmung
gesunde Wurzelzone
stimmiger VPD
kein Lichtstress
Die Vegetationsphase legt die Grundlage für Training, Canopy-Aufbau und spätere Blütenentwicklung.
In der Blütephase kann Cannabis hohe Lichtintensitäten nutzen. Blütenbildung, Biomasse, Reife und sekundärer Stoffwechsel hängen stark mit Licht zusammen.
Trotzdem bedeutet hohe Intensität nicht, dass jede Lampe maximal gefahren werden sollte. Die Pflanze kann hohe PPFD-Werte nur dann sinnvoll nutzen, wenn das ganze Umfeld passt.
PPFD
DLI
Temperatur
Luftfeuchtigkeit
VPD
CO₂-Verfügbarkeit
Wasserführung
Nährstoffversorgung
Canopy-Struktur
Genetik
Mehr Licht bringt nur dann Vorteile, wenn die Pflanze es verarbeiten kann.
Ja. Zu viel Licht kann Cannabis stressen. Das passiert besonders, wenn hohe PPFD, lange Lichtdauer, ungünstiger Abstand, trockene Luft oder hohe Temperatur zusammenkommen.
sehr helle obere Blätter
gebleichte Blütenspitzen
eingerollte Blattränder
trockene Spitzen
Wachstumsstagnation
hängende Blätter trotz feuchtem Medium
Stress direkt unter der Lampe
Solche Symptome sind nicht einfach zu viel Lux. Sie entstehen meist durch ein unausgewogenes Gesamtsetting aus Licht, Klima und Pflanzenzustand.
Light Burn entsteht durch zu starke Lichtbelastung. Lux kann Hinweise auf sehr helle Bereiche geben, aber PPFD ist für die eigentliche Bewertung besser.
Gerade unter starken LEDs kann ein Bereich für das Auge nicht extrem wirken, die Pflanze aber trotzdem zu viele Photonen bekommen. Umgekehrt kann eine Lampe sehr hell aussehen, aber pflanzenphysiologisch weniger stark sein.
Light Burn sollte deshalb nicht über Lux allein bewertet werden. Wichtig sind PPFD, Abstand, Spektrum, DLI, Temperatur und VPD.
Bei LED Grow Lampen ist Lux besonders vorsichtig zu verwenden. LEDs können sehr unterschiedliche Spektren haben. Manche liefern viel sichtbare Helligkeit, andere sind für Pflanzen effizienter, wirken aber für Menschen weniger grell.
PPF
PPFD-Map
Effizienz in µmol/J
Spektrumsgrafik
Dimmung
Flächenabdeckung
passende Aufhängehöhe
gleichmäßige Verteilung
Wer eine LED nur nach Lux bewertet, sieht nur einen Teil des Bildes.
Bei HPS- oder NDL-Lampen waren Lux- und Lumenangaben lange verbreiteter. Das liegt daran, dass solche Lampen stärker aus der klassischen Beleuchtungstechnik kamen und weniger pflanzenspezifisch beschrieben wurden.
HPS kann Cannabis wachsen lassen, erzeugt aber viel Wärme und ist im Vergleich zu modernen LEDs oft weniger effizient. Luxwerte können bei ähnlichen HPS-Systemen grob vergleichbar sein. Für moderne Lichtplanung bleiben PPFD und DLI trotzdem besser.
Watt sagt nur, wie viel Strom eine Lampe verbraucht. Es sagt nicht, wie viel nutzbares Licht die Pflanze bekommt.
Lux sagt, wie hell das Licht auf einer Fläche für Menschen wirkt. Es sagt nicht präzise, wie viele Pflanzenphotonen ankommen.
wie effizient die Lampe arbeitet
wie viel PPFD ankommt
wie gleichmäßig die Fläche beleuchtet wird
wie gut Spektrum und Phase passen
wie stabil Klima und Pflanzenzustand sind
Watt und Lux sind Hilfswerte, keine Hauptwerte.
Manche ältere Grow-Regeln arbeiten mit Lux- oder Lumen-pro-m²-Angaben. Solche Werte können als grobe Orientierung dienen, sind aber ungenau. Sie berücksichtigen weder Spektrum noch pflanzenrelevante Photonen sauber.
Für moderne LED-Grows sind solche Regeln besonders problematisch. Zwei Lampen mit ähnlichem Luxwert können sehr unterschiedliche PPFD-Werte liefern.
PPFD auf Canopy-Höhe prüfen
DLI zur Lichtdauer berechnen
PPFD-Map der Lampe beachten
Spektrum berücksichtigen
Pflanzenreaktion beobachten
Das Lichtspektrum entscheidet, welche Wellenlängen die Pflanze erhält. Lux bewertet dieses Spektrum nach menschlicher Sichtbarkeit. Deshalb können Spektren, die für Pflanzen relevant sind, im Luxwert unter- oder überbewertet werden.
Blau
Rot
Fernrot
Grünanteile
UV-Anteile
Weißlichtmischung
Intensität
Dauer
Lux kann diese Wirkung nicht differenziert abbilden. Ein Spektrum braucht eigene Daten, nicht nur einen Helligkeitswert.
Vollspektrum klingt oft nach vollständiger Pflanzenlösung. Der Begriff allein reicht aber nicht. Auch Vollspektrum-LEDs unterscheiden sich stark in Effizienz, Spektrum, Lichtverteilung und Leistung.
Eine Vollspektrum-Lampe kann hohe Luxwerte liefern, aber trotzdem ungleichmäßig sein. Sie kann gute Farben für das menschliche Auge zeigen, aber schwache Ränder haben. Oder sie kann sehr effizient sein, ohne besonders grell zu wirken.
Deshalb sollte auch bei Vollspektrum-Lampen immer auf PPFD, PPF, µmol/J und Spektrumsgrafik geachtet werden.
Der wichtigste Bereich für Lichtmessung ist die Canopy. Dort befinden sich die aktiven Blatt- und Blütenzonen. Werte auf dem Boden oder direkt unter der Lampe sagen wenig über die tatsächliche Versorgung der Pflanze.
Mitte
Ränder
Ecken
obere Triebspitzen
tiefere Pflanzenbereiche
Schattenzonen
Hotspots
Eine einzelne Messung in der Mitte ist fast immer zu wenig. Cannabis wächst auf Fläche, nicht an einem Messpunkt.
Techniken wie Low-Stress-Training, Topping, SCROG, Lollipopping und Defoliation verändern, wie Licht in der Pflanze verteilt wird.
Eine flache Canopy kann vorhandenes Licht besser nutzen. Eine ungleichmäßige Pflanze kann oben zu viel und unten zu wenig Licht bekommen. Lux kann solche Unterschiede grob sichtbar machen, PPFD ist aber die bessere Messgröße.
Gute Lichtplanung und gutes Canopy Management gehören zusammen.
Bei Autoflowering Samen ist die tägliche Lichtmenge besonders wichtig, weil Autos oft unter längeren Lichtzyklen laufen. Dadurch kann der DLI bei gleicher Intensität schnell steigen.
Lux hilft hier nur grob. Besser ist, PPFD und Lichtdauer gemeinsam zu betrachten.
sanfter Start
keine Lichtüberforderung
passende Dimmung
kontrollierter DLI
stabile Luftfeuchtigkeit
gute Wurzelentwicklung
regelmäßige Beobachtung
Autos können Licht gut nutzen, aber sie verzeihen frühen Stress weniger gut.
Bei photoperiodischen Pflanzen aus Cannabis Samen feminisiert oder regulären Cannabis Samen wird der Lichtzyklus gezielt gesteuert. In der Vegetationsphase gibt es längere Lichtphasen, in der Blütephase längere Dunkelphasen.
Dadurch verändert sich der DLI auch dann, wenn die PPFD gleich bleibt. Beim Wechsel in die Blüte sollte deshalb nicht nur der Timer beachtet werden. Auch Lampenabstand, Dimmung, Canopy-Höhe und Klima müssen passen.
Lux allein reicht für diese Steuerung nicht aus.
Nicht jede Genetik reagiert gleich auf Lichtintensität. Manche Strains nutzen hohe Lichtmengen sehr gut. Andere reagieren schneller mit Stress oder Bleaching. Auch Wuchsform, Blattstellung, Stretch und Blütendichte verändern, wie Licht aufgenommen wird.
Haze
Landrassen
moderne Exotics
Autoflowering-Genetiken
Der konkrete Kultivar und sichtbare Phänotyp sind wichtiger als pauschale Luxwerte.
Terpene hängen nicht direkt an Luxwerten. Licht beeinflusst zwar die Pflanzenentwicklung, aber Aroma entsteht aus einem größeren Zusammenspiel.
Genetik
Spektrum
PPFD
DLI
Temperatur
Luftfeuchtigkeit
Reifezeitpunkt
Stressniveau
Hohe Luxwerte erzeugen kein gutes Terpenprofil. Zu viel Lichtstress kann Aroma und Blütenqualität sogar beeinträchtigen.
Auch Trichome entstehen nicht durch Lux allein. Licht kann die Entwicklung sekundärer Stoffe beeinflussen, aber Trichombildung hängt stark von Genetik, Reife, Blütenphase, Klima und Pflanzenzustand ab.
Zu wenig Licht kann schwache Blütenentwicklung begünstigen. Zu viel Licht kann Stress und Bleaching auslösen. Entscheidend ist die passende photonische Lichtmenge, nicht der höchste Luxwert.
Für eine gute Lichtbewertung gibt es mehrere Möglichkeiten.
PAR-Sensoren
Quantum-Sensoren
zuverlässige PPFD-Messgeräte
Hersteller-PPFD-Maps
Spektrumsgrafiken
DLI-Berechnung
Beobachtung der Pflanzenreaktion
Luxmeter und Smartphone-Apps können ergänzen, aber nicht ersetzen.
Wer mit Lux arbeitet, sollte es als groben Vergleichswert nutzen, nicht als exakte Pflanzenkennzahl.
Eine gute Growlampe sollte mehr liefern als Lux- oder Lumenangaben.
PPF in µmol/s
PPFD-Map auf realistischer Höhe
Effizienz in µmol/J
Spektrumsgrafik
empfohlene Fläche
empfohlener Abstand
Dimmfunktion
gleichmäßige Ausleuchtung
Angaben zu Messhöhe und Zeltgröße
Fehlen diese Daten, ist die Lampe schwer seriös zu bewerten.
Viele Fehler entstehen, wenn Lux als Hauptwert behandelt wird.
Lampen nur nach Lux kaufen
Lux mit PPFD gleichsetzen
unterschiedliche Spektren über Lux vergleichen
Smartphone-Apps zu ernst nehmen
nur in der Mitte messen
Ränder und Ecken ignorieren
Lichtzyklus und DLI nicht beachten
Sämlinge zu stark beleuchten
Light Burn als Nährstoffmangel deuten
Watt, Lumen und Lux vermischen
Lux kann helfen, aber nur mit richtiger Einordnung.
Praxis-Einordnung
Lux kann sichtbar machen, wo es heller oder dunkler ist. Es zeigt aber nicht zuverlässig, wie viel photosynthetisch nutzbares Licht die Pflanze bekommt.
Für Cannabis sind PPFD, DLI, Spektrum, Lichtverteilung und Pflanzenreaktion die stärkeren Werte
Lux ist die Einheit der Beleuchtungsstärke. Sie beschreibt, wie viel sichtbares Licht auf einer Fläche ankommt. Ein Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter.
Nur eingeschränkt. Lux kann grob helfen, Helligkeitsunterschiede zu erkennen. Für Pflanzenlicht sind PPFD, PAR und DLI deutlich aussagekräftiger.
PPFD ist wichtiger, weil der Wert beschreibt, wie viele photosynthetisch nutzbare Photonen tatsächlich an der Pflanzenoberfläche ankommen.
Lux misst Licht nach menschlicher Helligkeitswahrnehmung. PPFD misst pflanzenrelevante Photonen im PAR-Bereich.
Man kann Lux als grobe Hilfe nutzen, besonders bei ähnlichen weißen Lampen. Für präzise Lichtsteuerung sind PPFD-Daten oder ein PAR-Sensor besser.
Weil LEDs sehr unterschiedliche Spektren haben können. Lux bewertet diese Spektren nach menschlichem Sehen und kann die Pflanzenwirkung dadurch verzerren.
Das hängt von Entwicklungsphase, Genetik, Lichtzyklus und Klima ab. Sämlinge brauchen deutlich weniger Licht als Pflanzen in der Blüte. Für genaue Planung sind PPFD und DLI sinnvoller als Lux.
Ja. Zu viel Licht kann Light Burn, Bleaching, Wachstumsstörungen und Stress verursachen, besonders wenn VPD, Temperatur, CO₂ und Wasserhaushalt nicht passen.
Watt beschreibt nur den Stromverbrauch. Lux beschreibt menschliche Helligkeit. Für Cannabis sind PPFD, DLI, Spektrum und Effizienz wichtiger.
Besser nicht. Gute Growlampen sollten PPF, PPFD-Maps, Spektrum und Effizienzwerte angeben. Nur Lux oder Lumen reichen für eine seriöse Pflanzenbewertung nicht aus.
Lux ist beim Cannabis-Anbau ein nützlicher Orientierungswert, aber kein präzises Pflanzenmaß. Die Einheit zeigt, wie hell Licht für Menschen wirkt – nicht, wie gut Cannabis dieses Licht für Photosynthese, Wachstum und Blütenbildung nutzen kann.
Wer Licht im Indoor Grow wirklich verstehen will, sollte Lux nur ergänzend nutzen und sich vor allem an PPFD, PAR, DLI, Spektrum und Lichtverteilung orientieren. Nicht die höchste Lux-Zahl entscheidet über gesunde Pflanzen und dichte Blüten, sondern die richtige photonische Lichtmenge zur richtigen Phase im passenden Klima.
Lux beschreibt menschliche Helligkeit, nicht Pflanzenleistung. Für Cannabis kann der Wert grob helfen, Unterschiede auf der Fläche zu erkennen, ersetzt aber keine PPFD-, PAR- oder DLI-Bewertung. Gute Lichtführung entsteht durch nutzbare Photonen, passende Lichtdauer, sinnvolles Spektrum, gleichmäßige Canopy-Ausleuchtung und stabile Klimaführung – nicht durch den höchsten Luxwert.